Willkommen beim DGB
 
Arbeit und ALG

Soziales
Jugend
Beratung & Kontakt



Direkte Links



Muttersprachlicher Unterricht - Schreiben Sie Ihren Landtagsabgeordneten

Im Rahmen knapper Kassen plant die Nordrhein-Westfälischen Landesregierung eine Stellenstreichung in Höhe von 33 Prozent beim Muttersprachlichen Unterricht. Diese politische Absicht widerspricht der 2001 mit den Stimmen aller Landtagsfraktionen beschlossenen Integrationsoffensive und den Ergebnissen der PISA-Studie.
Argumente:

  • Alle Bildungsexperten stimmen darin überein, dass die Beherrschung der Muttersprache eine unabdingbare Voraussetzung für das Erlernen der deutschen Sprache darstellt.

  • Muttersprachlicher Unterricht dient somit zuerst der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

  • Die PISA-Studie belegt, dass das deutsche Bildungssystem Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht hinreichend integriert. Einsparungen bei den bestehenden Integrationsangeboten werden diese Situation weiter verschlechtern.

  • Jugendliche mit Migrationshintergrund haben auch auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt schlechtere Chancen als deutsche Jugendliche.

  • Die Zahl der Jugendlichen mit Migrationshintergrund werden künftig noch steigen, daher müssen die Integrationsangebote qualitativ und quantitativ ausgebaut werden.

  • Muttersprachlicher Unterricht kann dazu beitragen, künftig die europäischen Bildungsanforderungen (Mehrsprachigkeit aller Schüler/innen, interkulturelles Lernen usw.) besser zu erfüllen

  • Der Kölner Schulentwicklungsplan fordert den flächendeckenden Ausbau von Muttersprachlichem Unterricht, beginnend ab der Grundschule.

    Forderungen:

  • Muttersprachlicher Unterricht muss als integraler Bestandteil aller Integrationsbemühungen verstanden und daher flächendeckend und schulformübergreifend ausgebaut werden.

  • Muttersprachlicher Unterricht muss - ebenso wie z.B. Deutsch oder Mathematik - verbindlich in den Fächerkanon aufgenommen werden.

  • Lehrer/innen des Muttersprachlichen Unterrichts sollten aufgrund ihrer Sprachkenntnisse und ihres kulturellen Hintergrundes gezielt die Ansprache und Arbeit mit Migranteneltern unterstützen

  • Die Qualität des Muttersprachlichen Unterrichts muss regelmäßig überprüft werden.
  • Schreiben Sie Ihren Landtagsabgeordneten:

    Leere Kassen dürfen nicht dazu führen, dass vorhandene Integrationsansätze gestrichen werden. Jugendliche mit Migrationshintergrund haben keine Lobby. Daher: Schreiben Sie Ihren Landtagsabgeordneten und machen Sie diese auf das Problem aufmerksam. Für Köln sind im Landtag vertreten:

    Arentz, Hermann-Josef, CDU
    Blömer, Richard, CDU
    Brunn, Anke, SPD
    Budschun, Peter, SPD
    Eumann, Marc Jan, SPD
    Gatter, Stephan, SPD
    Dr. Hahn, Rolf, CDU
    Hürten, Marianne, Grüne
    Kever-Henseler, Annelie, SPD
    Lenz, Friedhelm, SPD
    Ley, Marie-Theres, CDU
    Müller, Edith, Grüne
    Reinecke, Donata, SPD

    Die Abgeordneten sind zu erreichen unter der Anschrift:
    Landtag NRW
    Postfach 10 11 43
    40002 Düsseldorf